Vier Kontinente treffen auf der südlichsten Karibik-Insel
zusammen: Spanier, Engländer und Franzosen haben das europäische
Erbe hinterlassen; schwarze Sklaven haben der Musik ihren afrikanischen
Rhythmus geschenkt; die USA haben die Insel zu einem Außenposten
Nordamerikas gemacht; und Arbeitskräfte aus Indien haben Trinidad
und Tobago einen deutlich asiatischen Stempel aufgedrückt. All diese
Einflüsse treffen sich in der unglaublich regen Musikszene der 1,3-Millionen-Insel:
Angefangen beim einzigartigen Calypso der 30er und 40er Jahre, bis hin
zum indisch-eingefärbten Chutney-Soca der Neunziger. Nirgendwo sonst
prallen derart verschiedenartige Einflüsse so friedlich und kreativ
aufeinander.
Joachim Deike